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Vögel & Säuger am Gewässer

 

Eine kleine Auswahl an Vögeln und Säugern, die wir mehr oder weniger häufig am Gewässer antreffen können. Sie unterliegen nicht dem Fischereirecht, sind also für Angler und Fischer tabu.

Vögel am Wasser

Lassen Sie Ihre Angel - ob mit oder ohne Köder - am Wasser nie unbeaufsichtigt.

 

Seeadler - Gefieder überwiegend braun, Kopf-/Hals-
bereich mit gelblichen Federn, Stoß weiß, Spannweite
bis 2,3 m, Männchen kleiner, Nahrung: Vögel, Fische, 
seltener Aas; Vorkommen: Küsten Skandinaviens, 
Mitteleuropa bis Asien, Island, - geschützt!
 
.
Fischadler - heller Kopf-/ Brust-/ Bauchbereich,
Gefieder bei
und ♂ gleich, Spannweite bis 1,6 m,
Nahrung: Fische, bei der Jagd überfliegt er Gewässer
nach Beute suchend und stürzt dann so kräftig 
aufs Wasser, dass er vollständig untertaucht.  - 
geschützt!
Kanadagans - nach Europa eingeführt, hier die größte
freilebende Gans, Vorkommen - weltweit, schwarzes 
Kopf- und Halsgefieder mit weißem Kinnband klar zum
Körper abgegrenzt, Wasser-, Sumpfpflanzen und Wiesen
bieten ihnen Nahrung.
.
Zeichen für weiblich - ♀  /   für männlich - ♂ 

 

Graugans - etwas kleiner und nicht so häufig wie die
Kanadagans; Gefieder mit vielen hellen Streifen auf
Flügeln, Körperseiten und Schwanz, brütet in Nord-  
und Osteuropa bis Asien, Zugvogel, heute in ganz Deutschland anzutreffen.
Kanadagänse verbringen die Nacht auf einem Teich.
Massenhaftes Auftreten dieser großen  Vögel über
längere Zeiträume kann die Wasserqualität kleinerer
Gewässer beeinflussen.
.
Stockenten - Erpel (♂) auffällig gefärbt, unscheinbar
in Brauntönen. Nur sie zeigt sich für Brutbereich verant-
wortlich, was ihre Tarnfärbung erklärt. Schwimmente mit dichtem, gefetteten Federkleid, Vorkommen: gesamte 
Nordhalbkugel, nach Neuseeland/Australien eingeschleppt.  

 

Stockente mit Jungen (Gösseln)




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Tauchenten - die Schwanzspitze ist meist zur
Wasseroberfläche gesenkt. Wie bei allen Tauch-
vögeln  liegt ihr Körper tiefer im Wasser  (weniger
Auftrieb) als bei den Schwimmenten. Nahrung 
finden sie überwiegend durch Gründeln.
.
Teichhuhn - überwiegend schwarz wirkender Vogel  
mitunbefiederter, roter Stirnplatte (!), Schnabelspitze ,
gelb Schwan zunterseite weiß, weißgestreifte Flanken, 
Fußoberseite und Beine grün; beim Schwimmen wippt 
es mit dem Schwanz und nickt mit dem Kopf, scheu, 
Nahrung: Kleintiere, Laich, Wasserpflanzen.

 

Bläß -/ Wasserhuhn - Gefieder schwarz, ungefiederte
Stirnblässe (!), Schnabel ebenfalls weiß, Augen rot,
Zehen mit Schwimmlappen, läuft ähnlich dem Teichhuhn
Flügel schlagend über das Wasser (Wasserflattern),
taucht häufig zur Nahrungssuche, Auftauchen an gleicher
Stelle wie Eintauchen, Nahrung wie Teichhuhn. 
Kranich - größter Vogel in Deutschland, hintere 
schwärzliche Schwungfedern hängen büschelartig herab,
langer Hals und lange, kräftige Beine, Watfüße, Gefieder grau, an Kopf- und Halsseiten weiße Streifen, Kehle
schwarz, erwachsene (adulte) Vögel mit rotem Scheitel,
schlafen nachts in flachen Mooren, Seen und Teichen.
Kraniche fliegen (wie Gänse) in schrägen Reihen 
oder in Keilen. Die durch den Flügelschlag entsteh-
enden Luftverwirbelungen bringen ihnen spürbare 
Krafteinsparung. Es fällt ihnen nicht  schwer, weite Strecken in einem Stück zu über winden.
.

 

Graureiher - bis fast 1 m hoch, und ♂ gleiches
Gefieder, auffallender Federschopf
, langer Pinzetten-
schnabel, Hals vorne bis zur Brust hell mit dunklen
Längsstreifen, Flügel mit schwarzem Rand; drei lange 
nach vorne stehende Zehen verhindern das Einsinken
in weichem Grund,  Nahrung:  Fische, Lurche, Klein-
säuger (Mäuse, ...), Reptilien, Jungvögel, Insekten, ... .  
.
Graureiher starten ihren Flug mit gestrecktem Hals,
den sie jedoch, sobald sie in der Luft sind, einziehen.





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Schwarzstorch - bis ca. 80 cm hoch, und ♂ 
gleich
gefärbt, Schnabel, Beine und ungefiederte 

Haut um die Augen rot, Gefieder von der Brust
bis zum Kopf und Oberseite schwarz bunt metal-
lisch glänzend, nistet in Bäumen, sucht in Wäldern 
oder waldnahen Bächen, Teichen, Seen und Wiesen, 
nach Fischen, z. T. auch Lurchen, Kleinsäugern 
und größeren Insekten,  sehr scheuer Vogel.

 

Haubentaucher - entengroß, am Kopf  Federhaube 
mit zwei
dunklen Spitzen und rotbrauner Federkrause, 
Brust und Bauch hell, breit und Flach, kein Schwanz,
Beine weit hinten - kaum gehfähig, kann über 30 sec.
tauchen, Nahrung: meist Fische, Kleintiere.

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Kormoran/Scharbe - stark gestreckter  Körper bis 
über 85 cm lang, Gefieder fast schwarz, Ruderfüße 
mit Krallen, kräftiger Schnabel mit Haken, im Bäumen
häufiger Flügel zum Trocknen aufgestellt, Hauptnahrung:
Fisch, Schäden durch Massenauftreten in der Fischerei 
und an Bäumen (Sterben durch Kot ab).
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Lachmöwe - ca. taubengroße Möweart, lange Flügel
bis über den Schwanz, Oberseite der Flügel und Rücken
silbergrau, Kopf im Sommer tiefbraun - im Winter Kopf 
nur schwach gezeichnet, auf der nördlichen Halbkugel 
teilweise weit verbreitet, Nahrung: kleine Fische, Insek- 
ten, küstennah suchen sie oft frisch gepfügte Äcker nach 
Larven  und Würmern ab.

 

Lachmöwe im Winterkleid mit wenigen dunklen 
Zeichnungen am Kopf 



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Silbermöwe - Schultern, Rücken und  Flügeloberseiten bläulichgrau, Handschwingen z. T. schwarz, erwachsene 
(adulte)  Vögel mit gelbem Schnabel und rotem Fleck,
Körperlänge bis ca. 70 cm, treten im Küstenbereich 
des nördlichen Europas häufig auf.
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So sieht es aus, wenn Fischreste über Bord gehen: 
(1) - Silbermöwe,   (2) - Heringsmöwe, Sie alle 
stürzen sich gierig auf das "Futter". Im Juni zeigen
Möwen so  in der Nordsee ziehende Kleinfisch-
schwärme an, denen meist reichlich die Markelen 
folgen. 

 

Wasseramsel - fast starengroß, von der Kehle bis zur
Brust weiß, Kopf und Nacken braun, Rücken dunkel- 
grau mit helleren braunen Flecken, Körper gedrungen
mit kurzem Schwanz oft leicht aufgestellt, sehr dichtes
Gefieder, lange Zehen mit kräftigen Krallen, flink, auch unter Wasser laufend sucht sie nach Insektenlarven, Schnecken, Muscheln und kleinen Fischen.
Eisvogel - ca. 17 cm lang, kräftiger Kopf mit langem Schnabel, Füße kurz und klein, Gefieder zum Tauchen
glatt, dicht, Oberseite metallisch blaugrün glänzend,
Unterseite rostbraun, weiße Kehle, Stoßtaucher,
Einzelgänger, Nahrung: Fische und Kleintiere im  
Wasser, gräbt zum Nestbau Röhren in sandige Steil-
ufer bis 1 m tief.

 

 Säuger am Wasser

 

Schermäuse (Ostschermaus) - einige Populationen 
stark an Wasser gebunden, deshalb volkstümlich:
Wasserratte; Körperlänge bis ca. 23 cm, Schwanz
bis 14 cm, Fell glänzend, braun bis schwarz, Bauch- 
seite und Schwanz hell, Ohren ragen kaum über das
Fell hinaus, können gut schwimmen und tauchen,
Nahrung: Wasserpflanzen, Schnecken, selten Fische.
Biber - Nager mit kräftigen Nagezähnen, Körperlänge
bis über 1,3 m, davon der schuppenbedeckte breite
Schwanz (Kelle) über 35 cm, Körper plump nach 
hinten verdickt, dichtes Fell, Füße kurz, fünfzehig mit 
Krallen, er ist Wasser- und Uferbewohner stehender    
und ruhig fließender Gewässer, baut Burgen und  
Dämme, Pflanzen-fresser, taucht und schwimmt gut.
Biber baut an  seinem Damm.





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Bisamratte - keine Ratte, zählt zu den Wühlmäusen,
Kopf rundlich, stumpfe, dicke Schnauze, Schwanz im
Querschnitt oval (s. Form u. rechts, Ruderschwanz), 
Ohren im Fell kaum sichtbar, Felloberseite braun, 
Unterseite grau, Nahrung besteht überwiegend aus 
Wasserpflanzen im Winter z. T. Insektenlarven, 
Muscheln, Krebse, als neue Art (Neozoon) aus 
Nordamerika alsPelztier eingeführt, über Europa bis 
nach Asien verbreitet.
Gibt es für die Bisamratte keine Möglichkeit, unter-
irdische Bauten anzulegen, bauen sie 0,5 m bis über
1,5 m hohe Burgen aus diversen Wasserpflanzen. Ihr
darin befindlicher Wohnkessel befindet sich über dem Wasserspiegel, der Zugang stets unter dem 
Wasserspiegel.

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Otter - Körperlänge bis 95 cm, Schwanz rundlich bis 
60 cm, Kopf breit und abgeflacht mit langen Tasthaaren,
Augen hoch im Kopf, Ohren verschließbar, dichtes Fell, 
kann bis ca. acht Minuten tauchen, zwischen den Zehen
Schwimmhäute, scheu, meist nachtaktiv, Wohnkessel-
einstieg unter dem Wasserspiegel, bevorzugte Nahrung
Fische, hinzu kommen Muscheln, Lurche, Vögel, Kleinsäuger.
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..

 

Otter nutzen häufig die gleichen Aus- und Einstiegsstellen 
im Uferbereich, erkennbar an Pflanzen, plattgedrückt und 
z. T. stark reduziert und Fischschuppen), solche Stellen 
bezeichnet man als Otterstiege.




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Waschbär - plumper Körper bis über 70 cm lang,  
dazu bis über 30 cm  langer Schwanz, Augenpartie 
maskenartig schwarz, lange Tasthaare an der Schnauze, 
Ohrränder weiß, vordere Pfoten mit ausgezeichnetem  
Tastvermögen, Schwanz mit sehr hellen Ringen, kurze  
Beine, guter Kletterer, nachtaktiv, tagsüber meist in  
Höhlen,Allesfresser, Neozoon -1934 an Edersee  
bewußt in Deutschland ausgesetzt, weit verbreitet,  
häufig in Stadtrandbereichen.

 

Viel Erfolg bei der Fischerprüfung!