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Pflanzen am und im Wasser

 

Einige Pflanzen, die zum Teil in der Fischerprüfung gefragt werden, sollte man gesehen haben und kennen!

 

Soweit wie in ein Gewässer das Licht eindringt, können Pflanzen wachsen. Die Lichtintensität fällt mit zunehmender Wassertiefe  - auch in Abhängigkeit von der Wasser-
trübung z. B. durch Schwebstoffe - ab. Unter der Grenze, wo der Anteil des Lichteinfalls nur noch bei 1 % liegt, beginnt die Tiefenzone.
Im oberen Bereich können die Pflanzen  bei  Licht  aus Kohlendioxid (CO2) und Wasser (H2O) Nährstoffe (Kohlenhydrate) und Sauerstoff (O2) erzeugen (Fotosynthese), 
ein Vorgang, der für die Tierwelt lebensnotwendig ist.
Deshalb ist es verständlich, dass in den pflanzenreichen Zonen eine sehr artenreiche Tierwelt lebt, weil sie hier
ausreichend Nahrung und Schutz findet.
Es fällt leicht, sich an einer Landschaft zu erfreuen, die allgemein durch Pflanzen geprägt wird. 
Manchem fällt es aber schwer, sich mit Pflanzen zu befassen, wo sie doch
nicht weglaufen, antworten
können und offensichtlich keine Reaktion zeigen, wenn man sie anspricht. Es  sollte aber Grund genug sein,  als Angler/Fischer 
wenigstens  
einige  Arten am und in Wasser zu kennen, da auch wir Menschen (und Tiere)
ohne Pflanzen nicht leben können.

 

Gelbe Schwertlilie: unverwechselbar 
mit den schwertförmigen Blättern und
gelben Blüten, geschützt! 

...
Wasserampfer: häufiger im Uferbereich
stehender und fließender Gewässer, bis
über 150 cm hoch, den Wurzeln wird
Heilwirkung zugeschrieben.
..
Schwanenblume: im Uferbereich stehen-
der und langsam fließender Gewässer,
Blüte auf rundem, blattlosen Stängel,
lange  schwertförmig zugespitze Blätter, 
bis über 150 cm hoch, geschützt!

 





Teichbinse: runde Stängel, oben oval 
bis kantig, bis über 2,5 m hoch, braune
Blütenstände, stehen vom Ufer aus 
hinter dem Schilf, zum Flechten von
Körben und Matten geeignet. 
n
Schilfrohr: bis zu 4 m hohes Süßgras, Blätter
sehr scharf (!),  prägt an Gewässern oft breite
Zonen aus, Ausbreitung meist durch tiefe
Wurzelausläufer, große Bedeutung als Lebens-
raum vieler Tiere und als Reet für Dachbe-
 deckungen.
....
Rohrkolben: mit kolbenförmigen,
braunen Blütenstände (♀), steht im
der Uferzone meist vor dem Schilf,
wächst an feuchten Stellen, bis 2 m
hoch, männliche  Blüte steht über
der dicken, braunen weiblichen. 

 

Weiße Seerose: Blüten einzeln auf  
langen Stielen, nur am Tage  geöffnet, 
Blüten schließen sich bei Lichtmangel, 
tief gespaltene Blätter, Unterseite rot-
braun, bilden knollige Rhizome am 
Grund, mit denen sie überwinten.
.
Gelbe Teichrose (Mummel): gelbe 
Blüten einzeln auf langen Stielen, Ø bis 
5 cm, rundlich ovale Schwimmblätter, 
Unterwasserblätter sind der Strömung
angepasst, überwintert mit stark verdick-
ten Wurzeln (Rhizomen) am Grund.
Seekanne: Schwimmblätter rund bis
schwach oval, Blüten gelb,  Schwimm-
blätter wie Seerose nur kleiner ( Ø max.
10 cm), Samen können an Vögeln haften
und so verbreitet werden.
...

 

Schwimmendes Laichkraut: Schwimm-
blätter mit elliptisch bogennervigen
Schwimmblättern, Blütenstände grünlich 
über der Wasseroberfläche stehend 
(siehe Pfeil).
...-
Wasserknöterich: Schwimmblätter 
lanzettig  gestreckt, Blütenstände rötlich 
aus dem Wasser ragend, Stängel rötlich 
bis über 1 m lang.
..
Froschbiss: Pflanze freischwebend 
mit Wasserwurzeln und Schwimmblät-
tern an der Wasseroberfläche, Stän-
gel bis 30 cm lang, Blüten weiß, rund-
liche herzförmige  Blätter Ø bis 3 cm.
.

 

Krauses Laichtkraut: untergetauchte
Pflanze, sehr lange vierkantige, rauhe 
bis 2m lange Stängel, gewellte Blatt-
ränder, Blätter häufig mit Rottönen.
..
Quellmoos: festsitzende Pflanze, Stängel 
bis zu 30 cm lang und verzweigt, Blätter
zugespitzt, klein, dreireihig, dunkelgrün, 
bildet Polster am Grund, häufig in Bächen
und Flüssen. 
.....
Wasserstern: Tauch- und Schwimm-
blattpflanze, über 30 cm lange, knotige
Stängel, wurzelt an den Knoten, bildet
dichte, auffällig hellgrüne Polster, 
Blätter gegenständig, Triebenden bil-
den an der Oberfläche Rosetten.

 

Wassersternrosetten an der Wasserober-
fäche in der Draufsicht
.
.
.
.
.
.
.
....
Wasserpest:  aus Kanada eingeschleppt 
hat sie sich in vielen nicht nährstoffarmen
Gewässern  in ganz Mitteleuropa etabliert.
Die helleren Stängel sind  mit dunkel-
grünen, kleinen, dreiquirilg stehenden
Blättern bewachsen. Aus jedem Stängel-
abbruch kann eine neue Pflanze entstehen
(vegetative Vermehrung).
.
...
Drüsiges Springkraut benötigt für
gutes Wachstum viel Wasser. So
findet man es vorwiegend in ufer-
nahen Zonen der Gewässer. Mit über 
2 m Höhe vedrängt sie viele andere 
Pflanzen und bildet dichte Bestände,
die schwierig zu passieren sind; 
Vermehrung und Verbreitung durch
Samen, bis zu 
 4000 gut keimende 
Samen pro Pflanze. 

 

Ähriges Tausendblatt: bis auf den röt-
lichen Blütenstand untergetauchte, im
Schlamm wurzelnde Pflanze, Stängel 
bis 
3 m lang, gefiederte, haardünne 
Blätter meist zu viert quirlig angeordnet.
.
Hornblatt: wurzellose, reich verzweigte,
bis 2 m lange Stängel mit quirlig ange
ordneten festen, fadenförmigen, dunkel-
grünen Blättern, Pflanze fühlt sich hart 
an und kann kleinere, stehende Gewässer
überwuchern.
Wasserhahnenfuß bildet ufernah
oder in Flachzonen mit hellgrünen
Schwimmblättern  und massenhaft
aus dem Wasser ragen den weißen
Blüten oft dichte Polster (oben links).
..

 

Krebsschere: ähnlich einer untergetauchen
Agave, harte, schwertförmige, gesägte
und mit Stacheln besetzte Blätter  bis zu
40 cm lang, die zur Blütezeit z. T. aus
dem Wasser ragen, Blüten weiß, zur 
kalten Jahreszeit sinken die   Pflanzen 
auf den Gewässergrund.
..
Wasserschlauch: sehr feinblättrige,
untergetauchte freischwebende, wurzel-
lose Pflanze mit wenig verzweigten
Sprossen, Blätter ungleich  ausgebildet,
einzelne Blattspitzen zu blasenartigen 
Fallen umgebildet (Pfeil), mit denen sie 
u. a.Wasserflöhe und Hüpferlinge 
fangen und verdauen - geschützte Pflanze.
Pflanzlicher Aufwuchs Gemeint
sind Algen, die auf diversen Unter-
gründen im Wasser wachsen. Hier 
ist das Schneckengehäuse  stark 
mit Fadenalgen bewachsen.
.
.
...

 

Ergänzungen

So sehen die Fallen des Wasser-
schlauchs stark  vergrößert aus
..
Gelbe Teichrose, Seekanne oder wie auf dem Bild (Mitte) die Seerose und (rechts) das
Schwimmde Laichkraut bilden z. T. sehr dichte Bestände aus, die die Oberfläche
bedecken.

 Mit der folgenden Pflanze hat sich sicherlich schon jeder Angler mehr oder  weniger unfreiwillig befasst:
                                         

Große Brennessel: Sie gilt als Anzeiger für
einen nährstoffreichen Boden. Uferbereiche 
vieler Gewässer sind durch Überflutungen
nährstoffreich und ideal für  Brennesseln.
Heilpflanze!
..
.
Fast überall an der Brennnessel sind sie zu finden: an 
Stängeln, Blattstielen, Blattunterseiten - die mit Nesselflüssig-
keit ausgestatteten Brennhaare. Berührt man sie mit weichen
Hautstellen, brechen die Spitzen ab und wie mit einer Spritze
dringt die unter Druck stehende Flüssigkeit in die Haut und 
löst den Juckreiz aus. Die Handinnenfläche ist dagegen meist 
hinreichend durch Hornhaut geschützt.

                         

Viel Erfolg bei der Fischerprüfung!