Die Homepage zur Fischerprüfung - Unterrichtsmaterial für Lehrgangsteilnehmer, Ausbilder, Fischereivereine und -verbände!

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  Fische für die Küche vorbereiten

Zum Angeln gehört gleichzeitig die sinnvolle Verwertung des Fanges. So wird es allen künftigen Anglern auf den Vorbereitungslehrgängen zur Fischerprüfung beigebracht. 
Was liegt näher als den Fisch als ideales Nahrungsmittel auf den Tisch zu bringen. Wildfänge aus den heimischen Gewässern sind eine Delikatesse für die, die Fisch mögen.

Hier hat ein Hecht (70 cm) den Köder genommen. Er paßt gerade noch in den Kescher.

                                          

Jetzt beginnt die Arbeit des Anglers, um den Fisch küchenfertig zu zubereiten.

                                    

Hier wird der Fisch durch einen kräftigen Schlag mit 
einem Schlagholz auf den Schädel zwischen Auge 
und Kopfende betäubt. 
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Der Herzstich mit scharfem Messer erfolgt zwischen dem 
Ansatz der beiden Brustflossen. Der schnelle,  schmerzlose 
Tod ist die Folge. Das Ausbluten  des Fisches ist wichtig für 
eine gute Fleischqualität.
 

                                    

Haben Fische größere Schuppen, können diese leicht mit einem Fischschupper entfernt werden. Dieses einfache Gerät kann man
in vielen Haushaltsgeräteabteilungen von Supermärkten für unter drei Euro kaufen. Den Fischschupper zieht man mit leichtem
Druck, vorne beginnend, stets in Richtung Kopfende.

                                 

Eine Zeitung als Unterlage kann beim Schuppen hilfreich sein. 
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So sieht der entschuppte Hecht aus. Einige Fische (z. B.
Forellen) werden zur Zubereitung nicht geschuppt.

                                    

Nun erfolgt das Ausnehmen: Mit einem scharfen Messer 
sticht man in den After vor der Afterflosse und schneidet 
mit  flach gehaltener Klinge, um die Innereien - besonders
Darm und Galle - nicht zu zerstören.
Man kann den Fisch ebenso von der Kehle zum After hin
aufschneiden. Auch jetzt gilt: Der Schnitt erfolgt mit  flach
gehaltener Klinge.
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Die Bauchdecke wird bis zum Kopf hin aufgeschnitten. Jetzt werden alle am After endenden Organausgänge (Darm, ...

 

... Nieren, Keimdrüsen)  am Afterbereich gelöst. Die Schwimmblase folgt. Fast alle Innerei lassen sich mit etwas Übung in 
einem Stück bis zum Schlund komplett herausziehen. Die dunkelroten Nieren längs der Wirbelsäule sind sichtbar.

 

Die Innereien legt man zur Seite. Ich trenne als nächstes  den Kopf ab. Ein beidseitiger Schnitt eng an den  Kiemendeckeln bis auf die Wirbelsäule, und der Kopf mit den Innereien läßt sich mühelos ...

 

... durch seitlichen Druck vom Rumpf trennen.
.
Die Nieren entferne ich, indem ich den Daumennagel auf der Wirbelsäule vom Afterbereich zum Kopf nach vorne schiebe.

 

Beim Hecht (und Aal) verlängern sich die Nieren bis 
unter die Afterflosse (siehe Pfeil). Ein Schnitt entlang
der Afterflosse und das Problem kann entfernt werden.
Zuletzt den Bauch mit einem trockenen Tuch auswischen, 
und der Fang kann in der Küche oder Kühltruhe landen.
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Hier ist eine gute Möglichkeit aufgezeigt, Fische für den Verzehr vorzubereiten. Das Ausnehmen anderer Fische unterscheidet 
sich kaum von diesem Beispiel. Bei einem guten Fischrezept bleibt nur noch, einen guten Appetit zu wünschen.